Pflege

Grundsätzliches:

Zitruspflanzen sind Bäume. Von Natur aus erreichen sie die Größe von Apfel- oder Birnbäumen. Die Pflanzung im Tontopf ist im Alpengebiet ideal. Dementsprechend muss sich die Pflege gestalten.

Der richtige Topf

Die Zitruspflanze gehört in einen Tontopf. Dieser gleicht
höhere Niederschläge sowie tiefe Nachttemperaturen aus. Der Tontopf muss – auf Tonecken – erhöht gestellt werden. Keinesfalls in einen Untersetzer / Übertopf!

Richtiges Umpflanzen

Umgepflanzt wird nur in der Wachstumszeit zwischen April und September. Die Erde muss – außer bei Neupflanzungen – regelmäßig erneuert werden.

Bei einem Topf von ø 30 cm alle 4 Jahre, bei ø 50 cm alle 5/6 Jahre. Ein größerer Topf muss nur verwendet werden, wenn man eine größere Pflanze erzielen möchte.

  • Die Alterde im trockenen Zustand vorsichtig auskraulen.
  • Die Wurzelspitzen um 0,5-1 cm mit einer scharfen Schere einkürzen
  • Den gesäuberten Tontopf mit Blähton oder Vulkanstein ca. 3-5 cm auffüllen
  • Eine Basis mit Bio-Erde und Bio-Langzeitdünger vorbereiten
  • Die Pflanze einpflanzen und mit einem Bambusstab den Raum zwischen Wurzeln und Topf mäßig verdichten. Jede fruchtragende Zitruspflanze ist eine Veredelung. Die Veredelungsstelle muss frei von Erde bleiben. Der alte Topfballen sollte nicht zu tief eingegraben werden.
  • Abschließend die meisten Triebspitzen des Gehölzes um 1 – 2 Blattpaare einkürzen.

Der beste Standort

Im Garten, auf der Terrasse, wie auch im Überwinterungsquartier sollte stets der luftigste Standort gewählt werden! Blattfall und Insektenbefall können bei täglicher Lüftung (fast) vermieden werden.

Nie neben eine Heizung stellen!

Idealtemperatur: +8 °C – +14 °C.

Düngung:

Die Familie der Zitruspflanzen ist sehr groß. Die sogenannten Hauptgattungen – z.B. Speise-, Zedrat- und Zitronatzitronen, Pomelo, Grapefruit, Süß-und Bitterorangen, Bergamotte, Mandarinen, Clementinen, Limetten, Papeda oder Kumquat – unterteilen sich in ca. 1600 verschiedene Sorten.

Meist immergrün und – z. B. die Speisezitronen – immer fruchttragend, sind sie in der Topfkultur auf richtige Düngung in Bioqualität angewiesen. Sollen die Früchte doch unvergiftet zum Genuss heranwachsen!

Wann wird gedüngt?

In der intensiven Wachstumszeit (April bis September) sollte eine regelmäßige Düngung erfolgen. In Warmphasen der Winterzeit kann gedüngt werden.

Das individuelle Abmischen macht den Flüssigdünger intensiver als festen Dünger. Achtung! Die Erde darf nicht zu trocken sein: Erst gießen, dann flüssig düngen!

Der bequemere Langzeitdünger wird in der Wachstumsphase alle 3 Wochen einfach auf die Erde aufgestreut. Beim Umpflanzen kann dieser Dünger gleich in die Bodenbasis eingebracht werden.

Wann wird NICHT gedüngt?

Bei durchschnittlichen Temperaturen unter +10 °C oder über +35 °C. Bei kränklichen Pflanzen (z. B. bei starkem Pilz-, Bakterien- oder Virosenbefall). Nach akutem Blattverlust (meist bei zu trockener Luft im Überwinterungsquartier!)

Wichtig

Immer die empfohlenen Anwendungsmengen verwenden! Bei überdurchschnittlichen Wärme- und Wachstums- phasen wird die Düngung intensiviert.